B bis G


 

 

- B -




BfArM: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte



CC: calcium channel - Kalzium Kanal (eigentlich "nur" ein Protein im "Mü" (μ) -Bereich


- D -

Dekrement im EMG

Ein Dekrement im EMG nach mehrmaliger 3 Hz-Reizung ist typisch für die Myasthenia gravis (MG).
Beim Lambert-Eaton-Syndrom (LEMS) folgt auf das Inkrement nach willkürlicher Muskelanspannung ein
Inkrement.

Ein Dekrement tritt jedoch auch bei den folgenden Störungen auf:

Postsynaptische Störung
• Myasthenie,
Organophosphat vergiftung
•Kongenitale myasthene Sydrome

Präynaptische Störung
• Eaton-Lambert-Syndrom
• Botulismus, magnesiuminduzierte Parese

Kombinierte Störungen
• Antibiotika-induzierte Parese
• Overlap myasthenes Syndrom

Andere Erkrankungen
Poliomyelitis, Amyotrophe Lateralsklerose,
Neuropathie, Multiple Sklerose,
Polymyositis, Myotone Syndrome
Hypo- oder Hyperthy roidismus

Quelle:
W. A. Nix キ P. P. Urban
Klinik und Poliklinik für Neurologie, Johannes Gutenberg Universität Mainz
My asthenia gravis
Notfall & Rettungsmedizin 2005 • 8:275–280
Online publiziert: 2. Juni 2005
© Springer Medizin Verlag 2005






distal - proximal

Wenn Erkrankungen sich "distal" bemerkbar machen, so bedeutet das u.a. (!): "vom Rumpf entfernt".
Betroffen sind dann z.B. (!) Unterarme und Unterschenkel.) Vgl. in anderen Zusammenhängen: "Distanz"

 

proximal:  "in der Nähe", rumpfwärts.
Bei LEMS tritt klassischerweise zuerst eine proximale Beinsvchwäche auf, d.h. die Oberschenkel sind betroffen.
Im weiteren Verlauf bezieht sich analog die proximale Armschwäche auf die Oberarme.

 

dys-  als Wortteil bedeutet Miss-. Un-

 

Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie
                         Blasenfunktionsstörung (Sphinkter Blasenschließmuskel) nach Rückenmarkverletzung

 

Dysästhesie   Sensibilitätsstörung

 

Dysarthrie       Sprech- + Stimmstörung

 

Dysfunktion     Funktionsstörung

 

Dysphagie        Schluckstörung

 

Dysphonie        Stimmstörung, Veränderung der Stimme, verringerte Stimmleistung

 

 

 

Dosierung
gibt an, wann, wie oft und vor allem in welcher Menge ein Wirkstoff angewendet werden sollte.
Es ist zu beachten, dass die Angaben sich auf statistische Erkenntnisse beziehen.


Die individuelle Dosierung - abhängig von den verschiedensten Faktoren - kann davon erheblich nach oben oder unten abweichen.

 

Die effektive Dosis (ED) ist die Dosis, die den therapeutischen Effekt erzielt, der angestrebt wird oder dem am nächsten kommt.

 

Bezogen auf die Myasthenia gravis mahnt Prof. Dr. med. Büttner (CA Neurol. Klinik Aarau/CH):


" Die Medikation muss individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden, wobei Dosen nahe 600 mg/d und Intervalle unter 3 Stunden auf eine begrenzte Wirkung des Medikamentes hinweisen .... Es kann nicht genügend betont werden, dass die erfolgreiche Therapie einer Zielmuskelgruppe in anderen Muskeln die Zeichen einer Überdosierung (Zuckungen) verursachen kann, auch häufig zu schwer tragbaren autonomen Nebenwirkungen führt, die entsprechend, z.B. mit Atropin, behandelt werden müssen. Selten können ein Asthma bronchiale oder ein peptisches Ulkus ausgelöst werden. Die verfügbare Retard- bzw. Timespan-Präparation des Pyridostigmin wird generell nur zur Überbrückung der Nacht empfohlen, da die Pharmakokinetik unsicher ist."


Quelle:
Ulrich Wolf Büttner:
Myasthenia gravis und myasthene Syndrome (2. Teil): Therapie.
Schweiz. Med Forum Nr. 37 10. Sept. 2003 S. 869.

 

- E -

 

Edrophonium Test siehe unter "Tensilontest"

 

- F -

 

 

Faszikulationen sind unwillkürliche Bewegungen begrenzter kleiner Muskelgruppen.

 

Faszikulationen haben meistens - laut Prof. Marco Mumenthaler "Fallgruben in der Neurologie") - keinen Krankheitswert. Sie können jedoch auch das Symptom einer schweren Erkrankung sein.

 

Zuckungen können bei dem Lambert-Eaton-Syndrom (LEMS) und der Myasthenia gravis (MG) Symptom einer Überdosierung von 3,4-Diaminopyridin und / oder Pyridostigmin  an gesunden Nerv-Muskelverbindungen sein, während dieselbe Dosis an Orten defekter Impulsübertragung (prä- bzw.  postsynaptisch) das angestrebte therapeutische Ziel erreichen kann - oder eventuell sogar eine

 

Bezogen auf die Myasthenia gravis (MG) betont Prof. U.W. Büttner (siehe weiter oben unter "Dosierung"):

 

"Es kann nicht genügend betont werden, dass die erfolgreiche Therapie einer Zielmuskelgruppe in anderen Muskeln die Zeichen einer Überdosierung (Zuckungen) verursachen kann, auch häufig zu schwer tragbaren autonomen Nebenwirkungen führt".

 

 

Fluktuation.
Fluktuierende Schmerzen oder andere Beschwerden treten mal so, mal so, mal soso auf.


Bei LEMS und MG kann die Intensität der Symptome von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr oder nach Jahrzehnten wechseln.  Fluktuation heißt aber auch: Warten, es wird schon wieder "werden".

 

 

Frenzelbrille


Sie ist von innen beleuchtet und die Linsen sind stark vergrößert (+ 16 dpt).
So kann der Arzt Augenbewegungen des Patienten leichter fetstellen - z.B. Nystagmus.

http://www.aerzteblatt.de/bilder/2011/03/img153104.jpg

 

 

- G -

 

 

Germinoblastom - malignes Lymphom - häufigste Form: Non-Hodgkin-Lymphom)